Stainz

Stainzer Eiskrippe

 

Eisskulpturen von Antti Pedrozo in Stainz

 

 

 

Engel für Bürgermeister OSR Walter Eichmann.

 

Im Landhaushof in Graz steht die eisige Weihnachtskrippe, nun hat auch Stainz seine Eisskulptur. Der finnische Künstler Antti Pedrozo, der Figuren auch aus Holz oder Sand fertigt und als Projektleiter für Graz agierte, arbeitete aus drei unförmigen Eisquadern einen Weihnachtsmann, eine Frau mit Weihnachtspaket und einen Riesenstern heraus. Die vierte Skulptur – einen Weihnachtsengel – stellte er Bürgermeister OSR Walter Eichmann als Präsent zur Verfügung.

 

Was in der Handhabung von Motorsäge, Säge, Stemmeisen, Schleifgerät und Schnitzmesser zu einfach ausschaute, bedarf großer künstlerischer Kreativität. Der Werdegang einer Eisskulptur beginnt bereits mit der Herstellung des Eisblocks. „Das Wasser wird von unten nach oben eingefroren“, verriet Antti Pedrozo, dass zwischenzeitlich immer wieder Sauerstoff eingeblasen wird. Gebaut wurden die Blöcke für Graz und Stainz in Belgien, ihr Zwischenlager befindet sich bei der Alois Köhrer GmbH in Groß St. Florian. Für die richtige Konsistenz werden die Blöcke einen Tag vor ihrer Verarbeitung aus der Tiefkühlhalle entnommen.

 

Was verschlug Antti Pedrozo nach Stainz? Und wie kommt ein Finne zu einem südländisch klingenden Familiennamen? Eine lange Geschichte, die 1976 in Helsinki ihren Anfang nahm. Papa Sixto (er war Mitglied der Musikgruppe Los Paraguayos) stammt aus Paraguay, Mama Heli (Bankkauffrau) aus Finnland, die beiden lebten aber viele Jahre (daher das perfekte Deutsch) in der Schweiz. In Finnland studierte Antti Kunst und erwarb sich als begabter Jugendlicher in allen künstlerischen Bereichen, in der Bildhauerei, im Sandmodellieren und ab 2014 im Eisskulpturenschnitzen einen Namen. Ab 2001 nahm er erfolgreich an öffentlichen Projekten, Ausstellungen, Workshops und internationalen Wettbewerben und Meisterschaften teil. 2013 wurde er mit dem Organic Shells Art Award ausgezeichnet. Seit einigen Jahren ist er Mitglied des Künstlerteams rund um Kimmo Frosti, das die Grazer Eiskrippe gestaltet. Der Bezug zu Stainz ist emotionaler Natur. 2016 lernte er – wohlgemerkt: nicht beim Schnitzen - Katharina Lukas kennen und lieben, seitdem sind die beiden ein cooles Paar.

 

Katharina Lukas und ihr Versicherungsbüro waren auch die Drahtzieher hinter der Aktion Eisskulptur (einschließlich des heißen Tees und der kühlen Getränke) in Stainz, die sich im Schatten des Christbaumes auf dem Hauptplatz abspielte. Neben vielen Schaulustigen beobachteten auch Bürgermeister Walter Eichmann, Gemeindekassier Ernst Kahr und JVP-Obfrau Beatrice Saurer die Arbeiten. Der Deal für 2021: Antti Pedrozo wird für Stainz eine deutlich größere Skulptur gestalten.

 

Abends sind die Skulpturen beleuchtet